Arbeit mit dem Inneren Kind

 

Die Arbeit mit dem Inneren Kind ist meiner Meinung und meiner Erfahrung nach die WICHTIGSTE und die schwierigste Arbeit überhaupt.

Diese erfordert viel Mut, Geduld und Achtsamkeit (man wird mit eigenen Ängsten, seelischen Schmerzen und negativen Gefühlen konfrontiert!). Man kann jahrelang verschiedene Affirmationen, Visualisierungen oder Bewusstseinstrainings praktizieren, aber wenn im Hintergrund das Unterbewusstsein dagegen arbeitet, verschwendet man nur die Energie, die kostbare Lebenszeit und man erzielt keine sichtbare Ergebnisse. Man ist nie wirklich frei.

Wenn man aber das Innere Kind geheilt hat, dann ist man „erwachsen“ und alle Saboteur-Programme sind gelöscht und Energien freigesetzt. Man kann neu anfangen. Man ist frei und autark, selbstbestimmt. Man ist in Fülle und das Unterbewusstsein ist der beste Freund und geliebtes innere Kind gleichzeitig. So ein Unterbewusstsein nimmt die vorgegebenen Affirmationen sofort auf und setzt diese mit Freude um.

„Das Innere Kind“ ist ein Begriff für das kleine Kind in uns, das alle Erinnerungen, Erlebnisse und Gefühle aus der Kindheit in sich trägt. Wie bereits erwähnt, wird alles, was wir erleben, in unserem Unterbewusstsein abgespeichert. Alle Verletzungen, Zurückweisungen, Liebesentzug und Traumas in der Kindheit führten dazu, dass das innere Kind zum eigenen Schutz bestimmte Gefühle entweder nicht erleben dürfte und/oder diese abgespalten (abgelehnt) hat.

Das menschliche Organismus ist ein göttliches Wunderwerk. Es gibt einen Überlebensanteil in uns, das für unseren Schutz sorgt. Wenn zum Beispiel ein Kind einer Belastung ausgesetzt wird, die seine zarte Seele nicht verarbeiten könnte, schaltet sich der Überlebensanteil in uns ein und verdrängt dieses Ereignis in unserem Gedächtnis. Es verschwindet aus unserer Erinnerung, als ob es nie stattgefunden hat. Um das zu Verdrängen benötigt das Unterbewusstsein eine unglaubliche Menge an Energie.

Und all das beeinflusst vollkommen unbewusst unser Leben, unsere Entscheidungen, unser Handeln, unsere Reaktionen, unsere Emotionen, die Co-Abhängigkeiten, die Wahl des Lebenspartners, kurz gefasst, alle unsere Lebensumstände. Oft wird man damit erst im Erwachsenenalter konfrontiert, zum Beispiel durch falsche Partnerwahl, Beziehungsunfähigkeit, emotionale Kälte vor allem gegenüber der geliebten Menschen, Beziehungsprobleme bzw. durch eine Depression oder Krankheit.

 

Die Arbeit mit dem Inneren Kind hat folgende Ziele:

  • das Innere Kind liebevoll anzunehmen
  • sein Vertrauen zu gewinnen
  • sich darum zu kümmern, zu sorgen und zu beschützen
  • es lieben zu lernen mit all seinen Facetten
  • eigene Gefühle richtig zu deuten
  • Zugang zu eigenen Gefühlen wieder zu finden
  • alle – sowohl positive als auch negative – Gefühle anzunehmen und zu akzeptieren
  • Verletzungen zu heilen, negative Glaubenssätze und Muster aufzulösen
  • Achtsamkeit zu praktizieren
  • das Unterbewusstsein zu reinigen und umzuprogrammieren
  • wieder WIRKLICH fühlen zu können
  • sowohl sich selbst als auch anderen zu vergeben
  • SICH SELBST zu akzeptieren und anzunehmen (auch körperlich)
  • wieder Kreativität, Lebenslust und Freude zu entwickeln
  • SICH SELBST lieben zu lernen
  • SELBSTLIEBE zu leben
  • bedingungslose Akzeptanz anderen Menschen gegenüber zu entwickeln und diese zu leben

Die Arbeit mit dem Inneren Kind beinhaltet die inneren Heilreisen und unter anderem die Arbeit mit den Spiegelungen. Nach dem Prinzip: Menschen, die dir begegnen, spiegeln dir dein eigenes inneres Bild. Bist du in einer glücklichen Partnerschaft? Bist du von liebevollen Menschen umgeben? Dann bist du voller Liebe dir gegenüber. Triffst du auf die Menschen, die dich verletzen und/oder ablehnen? Dann spiegeln sie dir Anteile, die du selbst noch in dir trägst und diese nicht angenommen hast.

(Sollte sich durch die Arbeit mit dem Inneren Kind bestimmte Traumatisierungen an die Oberfläche kommen, empfehle ich Ihnen dringendst eine Trauma-Therapie mit einem guten EMDR-Therapeuten.)